Wie gelingt Bildungsgerechtigkeit, Veronika Schippani-Stockinger?
Shownotes
„Wir versuchen ganz bewusst einen Kontrapunkt zu setzen zu einer starken Leistungsgesellschaft, indem wir die Kooperation in den Mittelpunkt stellen, weil wir glauben, dass das das Vorbild ist, das wir aus dem Evangelium leben können… Die Idee, Kindern eine günstige, sinnvolle Ferienbeschäftigung anzubieten, indem sie auf Jungscharlager, auf ein Ministrant:innenlager fahren, ist eine großartige. Nur wenn wir niemanden mehr haben, der da als Begleitperson mitfahren kann, dann bleibt das alles graue Theorie.“ Die Katholische Jungschar ist einer der größten Anbieter von Kinderbildungsangeboten in Österreich. Rund 100.000 Kinder nehmen regelmäßig an Jungschargruppen teil – sie verbringen dort ihre Freizeit, engagieren sich, erleben Gemeinschaft, Wertebildung und Glauben.
Veronika Schippani-Stockinger ist Bundesvorsitzende der Katholischen Jungschar und dort für den Bildungsbereich zuständig. In Bezug auf Bildungsgerechtigkeit stellt sie fest, dass Kinder und Jugendliche in Österreich formal zwar denselben Zugang zu Bildungsangeboten haben, es in der Praxis jedoch ganz starke Unterschiede, bedingt durch die Herkunftsfamilie, gibt. Für sie hat Bildungsgerechtigkeit vor allem mit Zugang und Inklusion zu tun. Das beginnt schon damit, Kinder als Kinder – und nicht als kleine perfekte Erwachsene – wahrzunehmen. Für sie ist klar: Kinder sollen laut sein und Fragen stellen dürfen; ein gerechtes Bildungssystem kommt dem entgegen, geht auf Augenhöhe mit den Kindern und versucht, die Welt aus ihrer Perspektive zu sehen.
Bildung bedeutet in der Katholischen Jungschar, die in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit tätig ist, vor allem Herzensbildung und ganzheitliche Begleitung der Kinder in ihrer gesellschaftlichen und persönlichen Entfaltung. Damit diese Funktion erhalten bleibt, äußert sie auch eine klare Forderung an die Politik, dass Ehrenamt leistbar sein muss. Denn auch die Gruppenleiter:innen müssen es sich (finanziell) leisten können, ehrenamtlich tätig zu sein.
Darüber hinaus sprechen wir mit Schippani-Stockinger auch über die hohen Ansprüche an Kinder in den Schulen, den sich immer stärker auswirkenden Leistungsdruck sowie über die Auswirkungen der Digitalisierung und Smartphones.
Veronika Schippani-Stockinger ist Bundesvorsitzende der Katholischen Jungschar und dort für den Bildungsbereich in der Jungschar zuständig. Darüber hinaus ist sie in ihrem Hauptberuf Pädagogin und Lehrerin.
Zur ksoe-Website: https://www.ksoe.at/podcast
Gefördert durch die Österreichische Gesellschaft für politische Bildung.
Transkript anzeigen
00:00:00: Wir versuchen ganz bewusst einen Kontrapunkt zu setzen, zu einer starken Leistungsgesellschaft.
00:00:06: Indem wir die Kooperation in den Mittelpunkt stellen, weil wir glauben dass das das Vorbild ist was wir aus dem Evangelium leben können.
00:00:15: Die Idee Kindern eine günstige sinnvolle Ferienbeschäftigung anzubieten indem sie auf ein junger Lager auf einem Ministrantinnenlager fahren ist eine großartige.
00:00:24: nur wenn wir niemanden mehr haben der da als Bekleidperson mitfangen kann Dann bleibt das alles graue Theorie.
00:00:51: Wer das Wort Jungschah hört, der denkt vielleicht an Kinder- und Jugendgruppen in der eigenen Gemeinde, an Spielenachmittage oder auch an die Sternsinger – denn auch die Drei Königsaktion ist eine Aktion der katholischen Jungschar!
00:01:06: Was vermutlich die wenigsten wissen?
00:01:08: Als Kinderorganisation der katholischen Kirche in Österreich ist die Jungschah einer der größten, wenn nicht der größte Anbieter von Kinderbildungsangeboten in Österreich.
00:01:18: Rund hunderttausend Kinder nebenan Jungschagruppen regelmäßig teil verbringen dort ihre Freizeit, engagieren sich, erleben Gemeinschaft, Wertebildung und Glauben.
00:01:28: Jetzt werden sie sich vermutlich fragen was hat das bitte schön mit dem Thema sozialer Friede und Gerechtigkeit zu tun?
00:01:34: Also dem Schwerpunkt, den wir in der katholischen Sozialakademie Österreichs in diesem Jahr setzen.
00:01:39: Das werden wir hier bei der Sozialkompass, dem Podcast und der Sendung von KSÖ gerne erläutern.
00:01:46: Mein Name ist Henning Klinge und neben mir sitzt KSö-Direktor Markus Schlagnetwald.
00:01:50: Markus was hat die Jungscher mit unserem Thema zu tun?
00:01:53: Und wer ist eigentlich unser Gast?
00:01:56: Den Link zwischen der kATHOLISCHEN JUNGSCHER Österreichs und unserem Schwerpunkthema Sociala Friede bildet das Thema Bildungsgerechtigkeit.
00:02:06: Darüber sprechen wir heute mit Frau Veronica Schippern ist Stockinger, sie ist Bundesvorsitzender der katholischen Jungschauer ein Amt das sich mit Martina Erlacher teilt und sie ist dort speziell für den Bildungsbereich in der Jungschau zuständig.
00:02:22: darüber hinaus ist sie im Hauptberuf Pädagogin und Lehrerin an einer Wiener BHS an einer HDL.
00:02:27: das heißt sie kennt das Bildungssystem sozusagen aus dem Nahkampf von von Innen.
00:02:34: Frau Schippern ist Stockinger.
00:02:35: Dazu gleich zwei großformatige Einstiegsfragen.
00:02:40: Erstens, wie definiert die katholische Jungschaft Bildung?
00:02:44: Und zweitens was bedeutet Bildungsgerechtigkeit für die kATHOLISCHE JUNGSCHER?
00:02:49: Die Katholische Jungscher hat als kirchliche Kinderorganisation die einen spezifischen Zugang zu Bildungsgerächtigkeit dass sie in meiner Wahrnehmung oft dort wirkt wo formale Bildungssysteme lücken lassen oder wo soziale Benachteiligung besonders sichtbar wird.
00:03:06: Danke für diese schönen Einstiegsfragen und danke auch für die Einladung!
00:03:09: Sie haben jetzt schon sehr viel vorweggenommen bei der Frage, wie definieren wir Bildung?
00:03:14: Weil, wie sie richtig gesagt haben als katholische Jungstas sind wir ja in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit tätig.
00:03:20: da geht es weniger um die formale Bildung sondern um etwas was wir gerne als Herzensbildung sehen also aus dem Bereich wo wir Kinder begleiten und in weiterer Folge auch Jugendliche, denn unsere Gruppenleiterinnen sind ja durchaus im Heranwachsen und sich ausbilden.
00:03:45: Auch als Persönlichkeiten.
00:03:47: Und diese Herzensbildung hat ganz viel mit Erleben zu tun.
00:03:51: also Bildung ist etwas was man tun muss.
00:03:55: Bildung ist nichts, was man passiv konsumieren kann.
00:03:57: Sondern Bildung muss man erleben.
00:03:59: und Bildung hat ganz viele Ebenen die nicht nur in Schule passieren das ist uns ganz wichtig sondern vielleicht könnte man es gut definieren mit.
00:04:11: Es geht um das ganzheitliche Begleiten der Kinder in ihrer gesellschaftlichen und persönlichen Entfaltung.
00:04:20: Das ist ein schöner weiter Begriff der auch zeigt es geht nicht um Ausbildung.
00:04:25: Das wäre ja auch der Anspruch im Schulbildungssystem.
00:04:28: Es geht ja auch dort nie nur um Ausbildung, aber in unserer stark ökonomisch geprägten Welt spielt das doch immer sehr stark herein.
00:04:36: Aber bei der Jungsche ist es ganz eindeutig nicht der Fall.
00:04:40: und in dem Zusammenhang Bildungsgerechtigkeit.
00:04:43: Erstens was ist das für Sie?
00:04:46: Und wo sind vielleicht die Schwerpunkte oder Brennpunktorte, wo Bildungsgerichtigheit in der Tätigkeit der Jungen wirklich eine Rolle spielt?
00:04:55: Ja, die Bildungsgerechtigkeit ist ja auch ein beliebtes Schlagwort gerade.
00:04:58: Und ich glaube mir persönlich und uns als katholische Junge sind da zwei Aspekte ganz wichtig – das eine ist der Zugang tatsächlich auch zur formalen Bildung und nicht nur der theoretische Zugang, die Frage
00:05:11: ob
00:05:11: Kinder oder Jugendliche in Österreich den selben Zugang in der Theorie zu dem Bildungsangebot haben?
00:05:19: Weil in der Theorie kann jedes Kind in eine AHS-Unterstufe wechseln.
00:05:23: In der Theorie kann jedes kind in Österreich eine Matura machen, da gibt es keine festgeschriebenen Hürden aber in der Praxis sehen wir dass das so nicht ist.
00:05:33: also Wir sind da auch bemüht als katholische Jungscher gesamtgesellschaftlich den Finger tatsächlich in die Wunde zu legen und nochmal darauf hinzuweisen.
00:05:43: ganz starke Unterschiede gibt, sei es jetzt die Herkunftsfamilie in welchem so zirconomischen Background man aufwächst oder sei es auch einfach nur die Frage wo in Österreich man aufwachst.
00:05:55: Wie nah ist die nächste Oberstufe, die eine Matura möglich macht?
00:05:59: Wie einfach ist der Zugang zu Schulen und was ist tatsächlich das Entscheidende bei der Auswahl?
00:06:06: weil natürlich sind Eltern da ganz maßgeblich beteiligt welche Schule wird für mein Kind ausgewählt.
00:06:13: Und oft ist eher die Frage, ist das gut vereinbar mit meinen Arbeitszeiten?
00:06:18: Ist es gut vereinbart mit den Betreuungszeiten und weniger?
00:06:21: Ist das was dem Kind entspricht, ist es das, was wir uns gemeinsam vorstellen an Bildungsweg?
00:06:29: Also diese eine Frage des Zugangs zur auch formalen Bildung Und die andere Frage ist auch eine Zugangsfrage, nämlich diese informale Bildung.
00:06:39: Diese Herzensbildung, die ja ganz oft eben nicht nur in der Schule stattfindet sondern eben auch ausserschulisch und da sind eben jüngste Gruppen – das sind die Ministranten in den Gruppenorte wo das passieren kann und das ist auch ein Frage von Zugang.
00:06:56: Also welche Kinder haben die Möglichkeit, am Nachmittag ihre Freizeit selbst zu gestalten?
00:07:03: Welche Kinder haben eine Möglichkeit, Kindergruppen aufzusuchen.
00:07:08: Da ist uns ganz wichtig dass unsere Angebote gratis sind um diesen so zirkonomischen Faktor ein bisschen abzumildern.
00:07:15: aber auch die Frage wie schaffen wir es unseren Anspruch junger ist für alle da tatsächlich umzusetzen?
00:07:22: also Bildungsgerechtigkeit ganz viel mit Zugang zu tun Und dieses, was ich vorhin gesagt habe, das Begleiten beim Heranwachsen.
00:07:32: Bildungsgerechtigkeit hat auch etwas mit Inklusivität zu tun und mit Kinder wahrnehmen als Kinder.
00:07:39: Kinder müssen nicht kleine perfekte Erwachsene sein sondern Kinder sind Kinder, Kinder sind laut Kinder sind frech Kinder dürfen Fragen stellen und ein gerechtes Bildungssystem kommt dem entgegen geht auf Augenhöhe mit den Kindern und versucht die Welt aus ihrer Perspektive zu sehen?
00:07:57: Vielleicht ist es sinnvoll, wenn wir unser Gespräch eigentlich entlang dieser beiden Zugänge strukturieren.
00:08:05: Die die katholische Jungsche irgendwie verkörpert also zum einen ihre eigene Praxis in ihrer eigenen Bildungsarbeit wo sie wie Sie gerade geschildert haben auch darum geht.
00:08:15: Wir sind prinzipiell gratis zugänglich.
00:08:18: ja so sollte es keine Hürden geben.
00:08:20: trotzdem gibt's dann noch ein paar Fragen dazu.
00:08:24: Und zum anderen ist die katholische Jungschirme eben auch bildungspolitische Akteurenanwälten für Kinder sozusagen auf der Ebene der Politik, auch da wäre es wahrscheinlich interessant welche Konzepte die Jungscher hier verfolgt im Sinn von Bildungsgerechtigkeit.
00:08:40: aber bleiben wir zuerst noch bei der eigenen Arbeit.
00:08:43: Kirche muss sich ja berechtigterweise oft den Vorwurf gefallen lassen dass sie zwar in ihrer Soziallehre und in ihrem Selbstverständnis für gesellschaftliche Randgruppen besonders da sein möchte, aber dann in den eigenen Reihen eher den gesellschaftlichen Mittelstand oder Durchschnitt die gutbürgerliche Teil der Gesellschaft sozusagen ansprechen kann.
00:09:09: Und auch anspricht und dort auch Resonanz bekommt.
00:09:14: Gelinde ist ein Jungschuer hier tatsächlich auch Kinder zu erreichen aus gesellschaftlichen Randbereichen, hamutsbedroffene Kinder mit mikrantischem Hintergrund vielleicht.
00:09:27: Das ist eine Beordnung die wir teilen.
00:09:30: also junger ist in vielen Teilen und vielen Bereichen sehr viel elitärer als wir uns das sehr gerne wünschen.
00:09:39: Das hat auch ganz stark etwas mit einem Stadtland Gefeile zu tun und wir beobachten dass weniger in der Zusammenstellung der Kindergruppen als dann in weiterer Folge einer Zusammenstellung der Gruppenleiter und Gruppenlaterinnen runden.
00:09:52: Also wer kann es sich leisten, mit sechzehn, siebzen, achtzend, zwanzig, zwernzwanzig und dann durchaus ins junge Erwachsenenalter hinauf ehrenamtlich tätig zu sein?
00:10:02: Und das ist tatsächlich eine Frage von Wer Kann Es Sich Leisten?
00:10:06: Eine finanzielle Frage oft weil in dem Fahren oft viel weniger Bereitschaft ist finanzielle Ressourcen für Kinderarbeit zur Verfügung zu stellen, als wir uns das sehr gerne wünschen würden.
00:10:19: Als es oft auch im Diözäsangesetz eigentlich vorgeschrieben ist.
00:10:22: aber Theorie und Praxis sind halt leider keine Zwillinge.
00:10:26: Das heißt diese elitäre Frage von wer kann Ehrenamt leisten?
00:10:32: Und wer ist da eine die wir versuchen politisch zu adressieren und da auch anwaltschaftlich tätig zu sein Und das ist auch eine ganz gare Forderung, die wir an die Politik haben.
00:10:43: Dass Ehrenamt leistbar sein muss und dass es da Ideen geben kann von ich kann über Ehrenamtsnachweise vielleicht Studiengebühren mir sparen Ich kann mir das anrechnen lassen für gewisse Ausbildungen oder ich bekomme vielleicht Zusatzurlaubstage weil ... Die Idee Kindern eine günstige, sinnvolle Ferienbeschäftigung anzubeten.
00:11:06: Indem sie auf ein Jungschallager, auf einen Ministrant in den Lager fahren ist eine großartige.
00:11:11: nur wenn wir niemanden mehr haben der da als Bekleidperson mitfangen kann weil sich niemand mehr leisten kann eine Woche Urlaub dafür zu nehmen dann bleibt das alles graue Theorie.
00:11:21: ich bin selber in Simmering einer Pfarrer aufgewachsen wo in unserem Saalchientel eine ganz bunte Mischung aus Menschen Und meine beiden Gruppenleiterinnen, als ich ein junger Kind war, hatten beide Fluchterfahrung.
00:11:36: Also sind beide entweder selbst geflüchtet oder als Kinder von Geflüchteten in Österreich geboren und mir ist das als Kind nie bewusst gewesen.
00:11:45: Das ist eine Erkenntnis, die ich erst jetzt Jahre, wenn nicht Jahrzehnte später hatte wie wertvoll eigentlich diese Perspektive war und dass es für mich als Kind keinen Unterschied gemacht hat.
00:11:57: Und genauso habe ich das selber dann als Gruppenleiiterin erlebt dass es für viele Kinder absolut keinen Unterschied gemacht hat, welche Hautfarbe die anderen Kinder in der Gruppe hatten.
00:12:06: Also dieses hier kann tatsächlich jemand sein und das wurscht welcher Hintergrund woher er oder sie kommt.
00:12:13: Das kann möglich sein aber es braucht halt auch eine gewisse Haltung in der Pfarre schon allgemein weil nur so ist es möglich, dass nicht darüber diskutiert wird ob ein junger Lager jetzt finanziell unterstützt wird oder ob es egal ist, ob die Kinder getauft sind, die in die jüngsche Gruppe kommen.
00:12:36: Da haben wir als katholische Jungs eine seit Jahre Haltung, weil Jungschwest für alle da und wir fragen nicht nach dem Taufschein.
00:12:43: aber wir wissen diese Praxis ist oft in vielen Fahnen nicht so erwünscht.
00:12:48: Wo würden Sie die größten Unterschiede zwischen vor zehn Jahren und heute sehen?
00:12:54: Sei es auf der Seite der Kinder, sei es auf dieser Seite der Gruppenleiterinnen oder überhaupt das gesellschaftliche Backgrounds, was hat sich da am stärksten in ihrer Wahrnehmung und in ihre Arbeit verändert?
00:13:06: Also ein großes Thema ist sicher die Digitalisierung.
00:13:09: Die jetzt im Endeffekt wirklich in den Kinderzimmern angekommen ist.
00:13:13: Das war Jahr zehnt zwölf zwölft dreizehn vierzehn Anfang der Zehnerjahre.
00:13:18: natürlich es gab Smartphones aber die waren noch nicht in der Hand der acht bis zehnjährigen.
00:13:25: auf meinen letzten Jungschulagern die ich geleitet habe, war das Thema Handy überhaupt kein... also ja wir haben eine Regel dazu gehabt aber dass jedes Kind ein Smartphone mit hat mit siebzehn Spielen und wir uns überlegen müssen wie gehen wir damit um?
00:13:41: War einfach noch nicht Realität.
00:13:44: Das ist mittlerweile etwas anderes geworden Und Druck ist größer geworden.
00:13:49: Leistungsdruck ein junger Kind und das spürt eine Gruppenleiterin.
00:13:55: Eben auch wieder die Frage, wie viel Zeit habe ich um Kind zu sein?
00:14:00: Darf ich am Nachmittag einfach in die Junge gehen ohne dass meine Eltern irgendwie sich überlegen müssen?
00:14:06: aber was hat man davon also da merken?
00:14:09: wir tun wir uns oft schwer jemanden der nicht die Jungs selbst erlebt hat ganz knappen Sätzen zu kommunizieren, warum Junge so wertvoll ist.
00:14:20: Weil wir in einer so stark ökonomisierten Gesellschaft leben das alles was nicht quantifizierbar ist und den Zahlen gegossen werden kann und dann mit Zertifikaten am Schluss unterstrichen wird oft als weniger wertvoll gesehen wird.
00:14:36: Und der Druck ist natürlich auch bei den Gruppenleitern da.
00:14:39: Kann ich am Nachmittag Jungs schon machen?
00:14:42: oder muss ich eigentlich Latein lernen?
00:14:44: Oder muss sich eigentlich ins Fußballtraining, weil Sport ganz wichtig ist.
00:14:49: Oder muss ich in den Nachmittagsunterricht sein, weil die Stunden in der Schule immer mehr und mehr werden?
00:14:55: Das ist ein großer Punkt das sich verändert hat – der Druck auf Kinder- und Jugendliche und eben die Räume wo sie tatsächlich Kind sein dürfen!
00:15:05: Und da meine ich jetzt auch unsere Wo man einfach draußen sein kann und unterwegs sein kann, nicht unter ganz strenger Aufsicht steht.
00:15:13: Und wo man sich ausprobieren kann.
00:15:16: Das hat sich verändert.
00:15:17: auch die Fehlerkultur.
00:15:19: was passiert wenn ich mal etwas nicht kann?
00:15:21: Was passiert, wenn ich an etwas mal scheitere?
00:15:24: wie wird damit umgegangen?
00:15:25: es ist meiner Wahrnehmung nach wenig Platz für Scheitern gerade und deswegen auch wenig Raum um das auszuprobieren.
00:15:32: Ich glaube das gehört aber zum heranwachsen ganz wichtig dazu dass man auch
00:15:37: einmal
00:15:38: eine Aufgabe im ersten Moment scheitert und einen zweiten Anlauf nehmen darf.
00:15:43: Jetzt haben Sie gerade in Ihren Ausführungen immer von Jungschar gesprochen, vielleicht bewusst das katholische Jungscher weggelassen?
00:15:52: Welche Rolle spielt dieser kirchliche Connex zur katholischen Kirche nicht nur von der Organisationsstruktur sondern auch im Alltag von Jungsschargruppen eigentlich?
00:16:02: ist es oder gibt es da ein Wurzelgrund eines Eines Menschenbildes, das sie transportieren.
00:16:08: Was katholisch geprägt ist und was christlich geprägzt ist.
00:16:11: Wo spielt dieses katholische Jungscher eigentlich eine Rolle?
00:16:15: Ja also einerseits mal ganz wichtig in unserer Jungsche ist für alle da Haltung weil katholic als allumfassend sehen wir da als unseren Auftrag eben niemanden wegzuschicken, niemandem auszuschließen Und eben auch das Menschenbild Das Kinderbild dass dahinter steckt.
00:16:32: Also Jesus der sagt lasst die kinder zu mir kommen sagt er nicht, lasst die braven Kinder zu mir kommen oder lass die ordentlichen Kinder zu mich kommen.
00:16:41: Oder die gut gläubig sind, sondern die Kinder und ganz bewusst Kinder in all ihren Facetten wie sie sind.
00:16:50: Und das ist auch etwas was wir versuchen umzusetzen dieses Annehmen der Menschen wie Sie sind weil wir glauben dass sie gut geschaffen sind von Gott.
00:16:59: Das denke ich bildet sich in ganz vielen Ansätzen oft als unsere Jungscherpädagogik bezeichnen wieder ab, wenn es zum Beispiel um unsere Spielkultur geht.
00:17:11: Wir versuchen ganz bewusst seinen Kontrapunkt zu setzen zur einer starken Leistungsgesellschaft, zu einer Gesellschaft die eben immer sagt du musst stark sein und dich durchsetzen indem wir die Kooperation in den Mittelpunkt stellen weil wir glauben dass das auch das Vorbild ist was wir aus dem Evangelium leben können.
00:17:31: Die Gründung der katholischen Jungschaft geht ja auf eine Zeit zurück, wo tatsächlich das katholische Österreich noch ein sehr dominantes Element der Gesellschaft war.
00:17:41: Allein wenn ich mir die demografische Entwicklung auch in den letzten Jahren anschaue und das spiegelt sich auch an den Schulen wieder ist der Anteil der nicht-katholischen Kinder wird permanent größer.
00:17:54: in unsere Gesellschaft gibt es da auch sozusagen in ihrer Arbeit als Junges auch im Selbstverständnis eine entsprechende Anpassung, die über das hinausgeht was sie jetzt gerade gesagt hat und dass wir verstehen katholische also inklusiven Begriffen nicht nur als Begriff der Abgrenzung sondern auch im Bereich der Kooperation mit anderen Konfessionen mit vielleicht auch sofern es das gibt Kinderorganisation aus dem orthodoxen Bereich aus dem muslimischen Bereich.
00:18:25: Sind Sie da auch sozusagen in Kontakt in Gesprächen?
00:18:29: Wir sind sehr viel auf der Jugend-Ebene im Gespräch.
00:18:34: Also gerade mit dem muslimischen Jugend haben wir durchaus einen regen Austausch, weil dadurch dass wir auch Gruppenleiterinnen ja von sehzehn an haben ist die Jugendbereich auch einer der uns beschäftigt.
00:18:47: Etwas was vielleicht eher so dieses Thema ist es eben genau das.
00:18:51: wie können wir unsere Gruppen leiterinnen und unsere Gruppenleiter ermutigen, zu sagen ja ich bin katholisch und ich bin der katholicen jungscher tätig ohne dass sie also sie auch da zu befähigen darüber zu sprechen warum wir katholisch sind und warum wir auch so diesen begriff stehen.
00:19:10: Und stimmt!
00:19:10: Ich verwende ihn oft beim über uns reden nicht so viel weil dann habe er dann so lang wird und weil einfach die Jungscher an sich so ein Begriff ist, sie haben das so schön in ihrer Einleitung gesagt.
00:19:22: Fast jeder, jede Person in Österreich hat ein Bild wenn man hört Jungscher und da ist es katholisch so inherent dass es für uns oft gar nicht dazu gesagt werden muss.
00:19:33: aber vielleicht ist es in Zukunft anders.
00:19:37: Schauen wir vielleicht jetzt auf die andere Seite, wie Markus eben angetippt hat das Thema Bildungspolitik und Bildungsgerechtigkeit auf politischer Ebene.
00:19:45: Wenn man die Jungs auch als politischen Player oder als Sprecher nimmt und sieht wenn ich sie eben richtig verstanden habe in dem wir haben das Thema ja eben schon einmal kurz angeschnitten dann kritisieren Sie auch die hohe Ausdifferenzierung nämlich mal an des Schulsystems Und die mangelnde Durchlässigkeit, die nur auf dem Papier da ist.
00:20:06: Dass ich von jeder Schulstufe eine andere wechseln kann aber faktisch es nicht dazu kommt und es also quasi sozial vorgeprägte Schulkarrieren Bildungskarrieren gibt.
00:20:17: Jetzt meine Frage was ist denn eigentlich die Position der katholischen Jungschah zu dieser Bildungslandschaft in Österreich wie das Schulsystem gegliedert ist?
00:20:26: Und nachgeschoben schneidet man sich nicht ins eigene Fleisch.
00:20:29: wenn Viele Bildungsforscher sagen, eigentlich brauchen wir eine Ganztagesgesamtschule.
00:20:35: Dann geht das oft Zeit die die Junscher eigentlich am Nachmittag vielleicht mit ihren Gruppen einplanen würde?
00:20:42: Also wenn es dann heißt ab sechzehn Uhr ist Junschergruppe, nein, nein!
00:20:45: Eigentlich sind wir für eine Schule, die aber bis siebzehnt Uhr geht, schneidet man sich da nicht irgendwie bei den Botschaft ins eigene Fleisch.
00:20:52: Das ist ja ein ganz spannender Punkt was Sie hier ansprechen weil das Bild über eine Ganztagesschule ist ja weniger Ganztagesbeschulung als ein Ort, wo Freizeit und Schule- und Unterricht verschränkt gedacht werden können.
00:21:11: Und wir haben beispielsweise auch in Wien recht gute Erfahrungen, wo junge Gruppen mit Volksschulen mit Horten gut kooperieren, wo es eine Möglichkeit gibt dass die Kinder vom Hort direkt rüber in die Junge gehen oder eben im Nachmittag tatsächlich die junge Gruppe in der Schule stattfinden kann.
00:21:29: Also wir sehen da schon Potenzial, weil wir glauben dass es Kindern nicht entspricht am Vormittag rücksitzen zu müssen und dann am Nachmittag dürfen sie sich endlich bewegen.
00:21:41: Das ist etwas was wir Erwachsene ja auch nicht machen.
00:21:45: Es ist ja so absurd wenn wir uns überlegen welche Ansprüche werden Kinder stellen?
00:21:50: Und wie unser Leben als Erwachsenen ausschaut.
00:21:54: Wir alle, wenn wir einen Bürojob haben.
00:21:56: Wenn wir am Schreibtisch sitzen stehen immer wieder auf dazwischen holen uns was zu essen und zu trinken gehen kurz tratschen gehen aufs Klo dazwsischen und fragen nicht unsere Vorgesetzten während wir in der Schule ganz oft noch von Kindern verlangen dass sie zuerst fragen bevor sie etwas essen und trinken dürfen das sie nicht aufs WC gehen dürfen.
00:22:17: ausser es wird ihnen konkret jetzt erlaubt dass ihre Pausen- und Tratschzeiten vorgegeben werden.
00:22:22: also Ein total schräges Menschenbild, was wir hier haben und ich glaube das da ganz stark daran gearbeitet werden muss.
00:22:31: Wie schaut Schule aus?
00:22:32: Im ganz kleinen Konkreten!
00:22:35: Und dann können wir darüber sprechen ob es dann heißt dass das eine fünfjährige Mittelschule ist, ob das ein sechs Jahre Sechs-Jahre-System ist wie das eigentlich sich ausgeht mit neun Jahren Schulpflicht Ausbildungspflicht bis achtzehn, aber ein vier-vier plus suchst ihr aus System.
00:22:54: Also da ist ja ganz viel Passelstück, Stückwerk in Wirklichkeit in Österreich in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten entstanden Das repariert gehört unserer Meinung nach dass eine höhere Inklusivität braucht das ein besseres Orientieren an was Kinder brauchen.
00:23:14: Aber das lösen wir nicht indem wir die Beschulungsdauer verschieben von der einen Schule auf die andere oder ein neues Türschild montieren, sondern wir sind der Meinung.
00:23:25: Wir brauchen eine tatsächliche Diskussion darüber wie Kinder begleitet werden können im Heranwachsen auch im formalen Bildungssystem?
00:23:34: Wie Schule kindgerecht sein kann?
00:23:37: Wie sie menschengerecht sein kann und gerade auch wenn wir jetzt die Veränderungen sehen, die künstliche Intelligenz mit sich bringt.
00:23:47: Bildung ist nicht ein Auswendiglernen von Fakten mehr, sondern es ist ein Lernen von Hinterfragen.
00:23:54: Von Vernetzung schaffen.
00:23:56: Von Einordnenden der Informationen die ich mir suche und die vielleicht auch unfreiwillig oft bekomme wenn ich im Internet unterwegs bin.
00:24:04: Und da braucht's andere Ansätze als es vor zweihundert Jahren gebraucht hat.
00:24:10: Dennoch gibt das ... Sie sagen zwar sie sind nicht getan damit.
00:24:15: Hier ist etwas, was ich, das Setting zwischen Volksmittel, Schule, Gymnasium und so weiter nur zu verändern.
00:24:26: Die Zeit der Jahre
00:24:28: usw.,
00:24:30: dennoch gibt es vor dem aktuellen Stand der bildungspolitischen Debatte ein klares Konzept der Jungschaar.
00:24:37: wo würden sie sagen dass?
00:24:39: in unsere zentralen Forderungen an die Bildungspolitik In Hinblick auf die Reform des Bildungssystems.
00:24:47: Genau, also eine der zentralen Forderungen ist sicher die gemeinsame Schule und jetzt mit ein bisschen Einschränkung der zehn bis vierzehnjährigen weil momentan sich in vielen bildungspolitischen Diskussionen tatsächlich Raum auftut zu hinterfragen ob denn nicht diese Altersgrenze verschoben sein könnte?
00:25:08: Also ob das nichts wie zehn bis fünfzehnjährigen oder bis sechzehnjährigen sein könnten.
00:25:12: In Wirklichkeit ja der sechs- bis sechszehnJährigen, weil von sechs bis zehn haben wir eine gemeinsame Schule.
00:25:17: de facto die Volksschule ist eine gemeinsamer Schüler und da eben auch so.
00:25:21: die Frage wenn wir sagen sechs bis fünfzehnt ob es da eine Grenze braucht, ob das eine Schulform ist oder zwei Schulformen ist für uns jetzt nicht so relevant als diese Frage von Versuchen wir Kinder doch ihnen stärken zu stärken und sehen, was sie können.
00:25:37: Und sie nicht in eine von zwei Schubladen zu pressen ausgehend von der Frage Was gibt's denn überhaupt?
00:25:44: Und was hat die Volksschullehrerin für Noten gegeben?
00:25:50: Das ist eine ganz wichtige Förderung.
00:25:52: Die zweite Forderung ist dass man sich wirklich anschaut wie können wir eben all diese Bildungen über Lehrpläne hinausgeht mit Schule gemeinsam denken.
00:26:04: Ein gutes Beispiel ist die aktuelle Diskussion rund um Demokratieerziehung.
00:26:09: Wir freuen uns, dass gesehen wird, dass Demokratie ein wichtiges Thema ist und in den Schulen auch gut verankert sein muss – das ist es auch als Unterrichtsprinzip aktuell.
00:26:21: Wir glauben aber, dass die Einführungen eines Schulfachs nicht ganz zielführend oder ausreichend zielführend sind.
00:26:30: Wenn ich Sie jetzt frage, wie sie mir Gemeinschaft definieren, werden Sie wahrscheinlich keine Definition aus dem Lexikon wiedergeben.
00:26:38: Sondern werden Sie mir versuchen etwas zu beschreiben und diese Beschreibung wird sich wahrscheinlich aus Ihren Erfahrungen anspeisen.
00:26:45: Und so ähnlich ist es mit Demokratie.
00:26:47: Ich kann Demokratie nicht lernen indem ich etwas darüber lerne sondern ich kann Demokratien nur lernen indem mich ein über in Demokratie, indem ich Orte habe wo ich partizipieren kann wo ich ernst genommen werde und wo ich tatsächlich ausprobieren kann.
00:27:05: Was, was kann ich verändern?
00:27:06: Wie kann ich mich für Dinge
00:27:07: engagieren?".
00:27:08: Da ist die katholische Jungscher mit ihren Gruppen ein guter Ort um das zu üben – da kann Schule auch ein gutter Ort sein, um das zueben.
00:27:16: aber dann müssen wir unsere Verständnis von Schule ändern.
00:27:19: einfach einen Fach einzuführen, was Demokratiebildung heißt und sonst ändert sich nichts an.
00:27:24: wie dieses ganze System funktioniert wird nicht dorthin führen, wo man gerne hin möchte mit diesem Fach.
00:27:30: In welcher Form stehen Sie denn im Dialog mit dem Bildungsministerium was diese Forderungen angeht?
00:27:36: Denn der amtierende Bildungsminister-Wiederkehr ist ja recht ambitioniert gestartet Mit einem Reformprojekt oder Reformprogramm, das auch Schulen und Bildung angeht.
00:27:47: Hört man dort auf das, was die Jünger will?
00:27:51: Das Bildungs-Ministerium ist tatsächlich eines der Ministerien, mit denen wir weniger eben institutionalisierten Austausch sind, weil wir als außerschulische Kinder- und Jugendorganisationen oft eher bei anderen Ministerien andocken.
00:28:06: Natürlich versuchen wir eben Eissprecherinnen aller Kinder in Österreich nicht nur derer die im katholischen Kontext irgendwie unterwegs sind auch zu artikulieren was es braucht damit zum Beispiel die Kinderrechte umgesetzt sind.
00:28:19: und in den Kinderrechten steht ein Recht auf Bildung aber auch ein Recht auf Partizipation.
00:28:25: Das bringen wir immer wieder ein, wir haben unsere kinderechte Aktion sowohl im Jahr zuvielfünfundzwanzig als auch heuer im Jahr zwölfundsechsundzwantig unter das große Thema der Partizhipation gestellt und versuchen da eben auch ganz konkret an die Bildungspolitik in Österreich Messages zu senden.
00:28:44: Wir versuchen uns weniger in der Frage der Lehrbahngestaltung einzuhalten binden, weil wir da eher nicht die Expertinnen sind.
00:28:53: Da gibt es ganz viele andere Leute, die das extrem gut können.
00:28:56: Wir sind Expertinnen für außerschulische Kinder und Jugendarbeit und wir sind ExpertInnen dafür wie wir Kinder diese Herzensbildung ermöglichen können und wie wir ein Bild vom Kind in der Gesellschaft etablieren können, dass eben umfassend und ganzheitlich
00:29:11: ist.".
00:29:12: Eine Frage, sie haben selber als eine der großen Veränderungen der letzten zehn Jahre die Digitalisierung angesprochen, Smartphones und KI usw.
00:29:24: Welche Position hat die katholische Jungsche in diesem Bereich?
00:29:28: Es wird jetzt das Verbot von Smartphones für Kinder unter vierzehn verlangt.
00:29:34: Die katholische Jugend ist also die Schwesterorganisation hat hier eine Positionierung gegen eigentlich ein Verbot weil sie sagen, man müsste anders ansetzen.
00:29:42: wie ist da die Position der kathologischen Jungscher, die noch einmal stärker die Kinder die irgendwann alles im Fokus hat.
00:29:49: Ja, als katholische Junge sind wir auch ganz stark eine Kinderschutzorganisation und dementsprechend finden wir es einerseits gut, Kinderschutze dadurch zu betreiben in dem man Inhalte, die definitiv nicht für Kinder gedacht sind, Mechanismen, die nicht für kindergedacht sind oder für Kindergehirne noch nicht gut funktionieren oder schädlich sind tatsächlich von Kindern fernhält.
00:30:11: also einerseits ein Verbot von Social Media gewissen Mechanismen auf Smartphones begrüßen wir.
00:30:18: Aber da gehen wir total auch mit unserer Schwesternorganisation, mit der katholischen Jugend und vielen anderen Organisationen d'accord wenn es darum geht die Betreiberinnen von Plattformen, die MacherInnen von verschiedenen Apps und von Software in die Verantwortung zu nehmen und die Pflicht zu nehmen weil wir's nicht für sinnvoll halten bis vierzehn- bis sechzehn ganz egal welche Zahl der jetzt dann im Diskussion steht, ein absolutes Verbot auszusprechen.
00:30:49: und dann hier habt es das und tut so was ihr glaubt damit.
00:30:53: Sondern auch da geht es darum einen Begleiten an Mitkindern gemeinsam versuchen das einzuordnen mit Kindern auch herauszufinden wie funktioniert eigentlich Leben auch ohne Smartphone?
00:31:04: Wir sind alle Erwachsenen schon so gewöhnt dass das Smartphone uns ständig begleitet Das für uns ganz selbstverständlich ist mit Smartphone geht.
00:31:13: Man kann sich in der Stadt auch mit Smartphones orientieren, man kann die Straßenbahn auch mit dem Smartphone nachschauen wann die nächste kommt und wo sie hinfährt.
00:31:22: aber für viele Kinder ist das die einzige Möglichkeit weil sie noch nie eine andere erlebt haben.
00:31:29: also dieses mit Kindern gemeinsam entdecken wie die Welt ohne Smartphone ausschauen könnte.
00:31:34: Und wo brauche ich es denn wirklich und wo habe ich andere Möglichkeiten?
00:31:38: Ich kann auch bei der Haltestellentafel nachschauen, wo diese Straßenbahn
00:31:41: hinfährt.".
00:31:42: Es gab jetzt in den Schulen dieses Programm einige Wochen ohne Smartphones zu leben.
00:31:48: Dann gibt es natürlich auch im schulischen Kontext die Pflicht das Smartphone abzugeben und erst nach dem Unterricht wiederzubekommen.
00:31:57: Wie arbeitet hier ganz konkret die Jungs?
00:32:00: Gibt es hier Versuche Jungschallager ohne Smartphone oder die Smartphone-Nutzung auf gewisse Tagesstunden zu beschränken.
00:32:10: Wie arbeitet hier die Jungscher mit?
00:32:12: Ja, da gibt es viele interessante Ansätze und immer wieder wenn ich mit Gruppenleitern in einem Austausch bin erzählen Sie davon dass sie sich im Vorfeld ganz viele Gedanken machen im Sinne von, es gibt eine Box wo alle Smartphones reinkommen.
00:32:24: Es gibt eine Zeit die am besten nicht am Abend vom Schlafen gehen ist sondern irgendwann untertags damit heimwie nicht so ein großes Thema wird wo dann die Smartphones rausgeholt werden können und wo die Eltern angerufen werden können wo man sich ein bisschen Austausch begibt und das sich total lohnen sich das zu überlegen im Vorfeld.
00:32:41: Und gleichzeitig berichten die Gruppenleute und Gruppenlaterinnen dass das ein zwei Tage wichtig ist, dass sie das ganz genau so machen.
00:32:49: Und meistens so Abtrag drei sind die Kinder so nahe.
00:32:52: Handy muss ich's nehmen?
00:32:56: Muss ich jetzt heute zu Hause anrufen?
00:32:58: Kannst du nicht ein Foto schicken also einen Jungschulager die Zeit mit Gleichaltrigen wo dann wirklich mal andere Sachen da sind und andere Möglichkeiten die Zeit zu verbringen, wo tolle Angebote sind, wo man draußen sein kann.
00:33:12: Das ist dann oft schon attraktiv genug das SE von selbst passiert.
00:33:17: aber ich glaube da müssen wir einfach auch Vorbilds sein wie Erwachsenen und zeigen was man denn alles machen könnte wo man kein Smartphone braucht.
00:33:24: Wo wir jetzt schon so schön im ganz Praktischen sind möchte ich zum Ende mal fragen was wären denn zwei drei Ideen die sie hätten?
00:33:31: Sie haben eben das Thema Herzensbildung als ein Zentralanliegen beschrieben.
00:33:36: Kann man denn tun in Familien, wenn man jetzt nicht gerade sein Kind in die Junge schickt.
00:33:41: Was natürlich super wäre, wenn das alle machen würden.
00:33:43: aber wenn es nicht so ist um diese Herzensbildung ganz konkret bei seinen Kindern und der Familie miteinander in der Familie zu stärken und zu fördern?
00:33:51: Was wären zwei oder drei Tipps, die sie hätten?
00:33:55: Also ich glaube ein Punkt, der so aufklägt wirkt.
00:33:59: Aber trotzdem wichtig dass man ihn erwähnt ist eineinander zuhören Also tatsächlich zuhören, was bewegt einem gerade?
00:34:06: Was tut sich?
00:34:08: Was hat man heute erlebt?
00:34:10: Was ist vielleicht auch etwas, das mich total interessiert.
00:34:13: Das finde ich total spannend immer bei Kindern wenn sie eine erzählen von Serien, von irgendwelchen Dingen die für Sie in Ihrer Welt gerade ganz wichtig sind und tatsächlich versuchen Interesse an der Lebenswelt des anderen zu zeigen und sich da auch darauf einzulassen, zuhören und sich einlassen auf den anderen.
00:34:37: Und die zweite Sache ist vielleicht wirklich so dieses Sich selbst hinterfragen und sich selbst mal an der Nase nehmen wie war denn meine Kindheit?
00:34:47: Wie möchte ich es gerne haben dass mein Kind selber erlebt eben einen Tag mal in Wien unterwegs sein ohne Smartphone oder eine Wanderung Zuhause planen mit wirklich einer Karte am Computer.
00:34:59: Also so dieses Ausprobieren, vielleicht probieren wir auch gemeinsam mal was ganz Neues aus und diese Vorbildwirkung noch einmal zur
00:35:08: Hinterfragen.".
00:35:09: Und wenn Sie jetzt zu Hause sagen hey das hört sich alles super an und mein Kind ist überhaupt nicht bei der Jungschah dann wäre das vielleicht ein schönes Einstiegsgespräch dass sie überlegen ihr Kind mal zur Jungschastunde zu schicken, zur Gruppenstunde.
00:35:23: alle Infos dazu nehme ich an auf jungschah.at.
00:35:26: da auch die nächsten
00:35:27: Beziehungsweise über die Wohnpfahren.
00:35:29: Über die Wohn Pfaren, weil das dort angedockt ist?
00:35:31: Genau!
00:35:32: Vielen Dank Frau Schippenich-Schockinger für das Gespräch und wenn Ihnen dieser Podcast auch gefallen hat dann freuen wir uns natürlich auch über Empfehlungen und Weiterleitungen und alle anderen Folgen gibt es wie immer auf ksoe.at.
00:35:45: slash podcast.
00:35:47: vielen dank fürs zuhören sagen hennen klingen
00:35:50: mako schlagnet weit
00:35:51: und wer?
00:35:51: ohne Kassie bin ich Stockinger
00:35:53: der sozial kompas Ein Podcast der katholischen Sozialakademie Österreichs über gesellschaftliche Herausforderungen
00:36:01: und Lösungswege.
Neuer Kommentar